VU Wettbewerbe / Rescue Challenge

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Deutsche Meisterschaften
Vergleichswettbewerbe Unfallrettung 2008 in Osnabrück

Das aufwendige und anstrengende Training zahlte sich letztendlich aus – die Ebstorfer Brandschützer belegten den 3. Platz der deutschen Meisterschaft 2008 im Rahmen der „Vergleichswettkämpfe Unfallrettung“ in Osnabrück.

Nach 2006 waren es die zweiten Wettbewerbe dieser Art in Deutschland. Feuerwehren aus Luxemburg, England, Schweden und natürlich Deutschland hatten in der Osnabrücker „Arena“ wieder einmal ihr Können in Sachen Unfallrettung unter Beweis zu stellen.

Am Wettbewerbswochenende galt es für das Team, bestehend aus einem Sicherheits-Trupp („safetys“), einem Gerätetrupp („tools“), einem Teamleiter („captain“) und einem inneren Retter („medic“), also sechs Einsatzkräften, zwei Unfallszenarien abzuarbeiten. Dabei unterscheidet man den „unlimited Pit“ (Zeitbegrenzung 20 Minuten) und den „limited Pit“ (Zeitbegrenzung 10 Minuten). Im „unlimitedt pit“ musste eine verletzte Person, unter Benutzung eines unbegrenzten Gerätesatzes und im zweiten Szenario mußte die Person mit Hilfe eines begrenzten Gerätesatzes, sicher aus einem verunfallten PKW befreit werden. Die verschiedenen Zeiten ergeben sich allerdings nicht auf Grund der Gerätemöglichkeiten, sondern sind vom Zustand des Verunfallten abhängig.

Um die Verbindung zu Realeinsätzen möglichst straff und kurz zu halten, weiß zuvor kein Team, welche Art Szenario auf sie zukommt. Bereits mindestens 20 Minuten vor dem eigentlichen „Einsatz“ wurde jedes Team „eingeschlossen. So war garantiert, dass der Unfall ohne die Betrachtung des zugehörigen Teams hergerichtet werden konnte. Sobald die Schiedsrichter bereit waren und der verantwortlich Szenarienbauer, als auch die Führung des Verletztendarsteller-Teams ihr „GO“ abgegeben hatten, ging es los! Das Team lief ein. Fast zeitgleich ging der Teamleiter zur Erkundung der Lage über. Gefahrenquellen wurden ausfindig gemacht und ein Weg für die „Patientenorientierte Rettung“ ausgeguckt. Nach einer kurzen Absprache mit dem restlichen Team begann das Sichern und Unterbauen des Unfallfahrzeuges bzw. der Unfallfahrzeuge und Hindernisse. Sofort nach der Erkundung durch den Teamleiter, begab sich der „medic“ zum Unfallopfer, um es medizinisch zu betreuen. Der innere Retter übernimmt während des gesamten Geschehens eine sehr wichtige Aufgabe, denn er ist Schutzengel und Sprachrohr der verunfallten Person. Er sorgt dafür, dass die Arbeiten im Interesse des Patienten, also Patienten orientiert, ablaufen. Soll heißen, dass zum Beispiel eine schwer verletzte Person auch schnell befreit werden muss, während bei leichteren Verletzungen mehr Zeit zur Verfügung steht. Schonend muss die Rettung aber immer ablaufen.

Bewertet wurde das Team letztendlich durch die Schiedsrichter und das Unfallopfer.

Sieger und damit Deutscher Meister wurde das Team aus Kaltenkirchen. Es fährt 2009 nach Cardiff, Groß Britannien, und wird Deutschland sicher gut vertreten. Dass ein Deutscher Meister der Unfallrettung in Osnabrück ausgekämpft werden kann, ist dadurch möglich geworden, dass der Ausrichter, nämlich der „Verein für deutsche Unfallrettung“ („VfdU“) in die „World Rescue Organisation“ („WRO“) aufgenommen wurde.

Die „WRO“ richtet schon sehr lange Wettbewerbe dieser Art weltweit aus, womit gesagt werden soll, dass hier nichts Neues erfunden worden ist, sondern nur die Zeit gekommen war einem sehr guten Beispiel zu folgen und den Tunnelblick der bekannten Feuerwehrwettkämpfe in Deutschland loszuwerden.

Denn überall in der Welt und im Jahre 2006 als auch in diesem Jahr in Deutschland ging es letztendlich nicht um Sieg und Niederlage, sondern um Erfahrungsaustausch und Training, das den wirklichen Opfern auf den Straßen der Welt zu Gute kommt. Somit waren alle teilnehmenden Teams in Osnabrück Gewinner!

Alleine schon durch die Vorbereitungs- und Übungsdienste gewannen die Teilnehmer Wissen dazu, welches letztendlich im Realfall den verunglückten Personen das Leben retten kann oder es zumindest lebenswürdig erhält.

Mag diese Form der Wettbewerbe von vielen in Deutschland noch belächelt werden, so wissen aber längst nicht nur die Teilnehmer, dass sie auf dem richtigen Weg sind! Wir werden nicht stehen bleiben, sondern mit der Technik und der Zeit gehen und unsere Einsatztechniken stets verbessern, denn unsere Aufgabe ist es den Menschen, die unsere Hilfe brauchen möglichst adäquat Hilfe leisten zu können und dies geht nur durch gute und realitätsnahe Aus- und Fortbildung.

Wir hatten sehr viel Freude daran den Landkreis Uelzen und damit auch zum Teil das Land Niedersachsen in Osnabrück zu vertreten!

TRT (Technical Rescue Team) der Freiwilligen Feuerwehr Ebstorf!

Bericht Philipp Schulze und Cord Müller

Vorbericht zu den Vergleichswettbewerbe Unfallrettung 2006

Fast jeder aus der Feuerwehr kennt sie, die Eimerfestspiele, Gemeinde- und Kreiswettbewerbe , wo es meist darum geht einen Löschangriff so schnell wie möglich herzurichten. Seit Jahren, gar jahrzehnten sind solche Wettbewerbe im Kreise der Brandschützer bekannt.

Doch in Osnabrück wird in diesem Jahr am 18. und 19. November noch einer oben drauf gelegt. Geplant ist ein Vergleichswettkampf nach Amerikanischen Vorbild zum Thema Unfallrettung. Ziel wird es in zwei Disziplinen sein, mit einem Team bestehend aus sechs Leuten je ein Unfallszenario abzuarbeiten. Begrenzt sind hier bei teilweise die Zeiten sowie das vorhandene technisches Gerät. Seit Anfang des Jahres bestand für maximal 18 Teams die Möglichkeit sich für diese Wettkämpfe anzumelden. Neben zahlreichen Berufsfeuerwehren und anderen Hilfsorganisationen starten auch vier freiwillige Feuerwehren.

Mit der Unterstützung von Sponsoren ist es auch den Brandschützern aus Ebstorf möglich an den erstmalig hier in Deutschland stattfindenden Wettkämpfen teilzunehmen. So sponsorten die Firmen Müller’s Hausmacher Wurstwaren Ebstorf, Fa. Semmler GmbH. (Technischer Handel, Motorgeräte, Anhängerbau) Uelzen, Fa. Chr. Stever (ökologischer Innenausbau) Ebstorf  und der Fa. Voigt & Stever (Motorräder) das Startgeld wie auch die Kosten für die Unterkunft und Polo-Shirts. Ein weiterer Dank gilt natürlich auch der Firma Trumpf (Autoverwertung) aus Uelzen, die fleißig Übungsmaterial zur Verfügung stellte.

Das war Osnabrück 2006
geschrieben von Cord Müller und Philipp Schulze

Gibt es einen Wettbewerb, bei dem alle Teilnehmer gewinnen können? Bis vor kurzem hätte man diese Frage wohl mit einem klaren „Nein!“ beantwortet. Doch wurde man am 18./19. November in Osnabrück bei den „Vergleichswettkämpfen Unfallrettung“ oder kurz „VU 2006“ eines Besseren belehrt.

In Deutschland wurde dieser Wettkampf erstmalig durchgeführt. Für die Teilnehmer ging es darum verschiedene Unfallszenarien abzuarbeiten. Die Idee von „VU 2006“ stammt aus den USA und wurde hier zu Lande durch ein deutsches Team „eingeschleppt“.


Am besagten Wochenende musste jedes der 14 Teams aus Deutschland und Luxemburg jeweils täglich ein Unfallszenario abarbeiten. Dabei unterschied man in den „unlimited Pit“ (Zeitbegrenzung 20 Minuten) und den „limited Pit“ (Zeitbegrenzung 10 Minuten). Beim Ersteren mussten die 6 Einsatzkräfte, bestehend aus einem Sicherheitstrupp (zwei „safetys“), einem Gerätetrupp (zwei „tools“), sowie einem Teamleiter („captain“) und einem inneren Retter („medic“) eine verletzte Person, unter Einsetzen eines unbegrenzten Gerätesatzes, im zweiten Szenario unter Zuhilfenahme eines begrenzten Gerätesatzes sicher aus einem verunfallten PKW befreien.

Zwischen den 14 angereisten Mannschaften befand sich auch das Team der freiwilligen Feuerwehr Ebstorf. Nur durch großzügig angelegten finanziellen Einsatz der Firma „Müller’s Hausmacher Wurstwaren“ aus Ebstorf, die das Startgeld stellte und den Firmen „Semmler“ aus Uelzen, Christian Stever Ökologischer Innenausbau sowie der Firma Voigt & Stever Motorräder aus Ebstorf, die bereit waren ein Teamshirt auf ihre Kosten anfertigen zu lassen, war eine Teilnahme möglich geworden. Sowie bei einer ortsansässigen Schneiderin für die tatkräftige Unterstützung.

Glücklich und zufrieden traten die Ebstorfer Brandschützer mit einem erfolgreichen neunten Platz wieder die Heimreise an. Sehr hervorzuhebend war das vor Ort herrschende Klima. Im Gegensatz zum Motto „Jeder gegen jeden!“ orientierte man sich eher am Leitsatz „Einer für alle und alle für einen!“. Jedes Team wurde bereits beim Einzug mit reichlich Applaus und Jubelrufen begrüßt. Jedes Vorrankommen wurde bestaunt und belohnt. Für alle geltend war auch die Regel: „Wer lästert, fliegt raus!“ bzw. wird disqualifiziert. 

Denn letztendlichen ging es wie schon oben angesprochen bei diesem Wettbewerb nicht um Sieg oder Niederlage. Im Vordergrund standen der Kontakt zu anderen Teams und das Erlernen neuer Fähigkeiten. Und nicht zuletzt hatte man praktisch schon vor Antreten des Wettbewerbs gewonnen. Das erlernte Wissen, das beim Üben für Osnabrück und auf dem Wettbewerb aufgenommen wurde, kann einem Teammitglied keiner mehr nehmen, und es ist jetzt bereits in den Alltag der Wehr bei der Ausbildung erfolgreich angewendet worden.

Im Endeffekt hat dieser Wettbewerb vor allem einen gravierenden Vorteil im Gegensatz zu den allseits bekannten deutschen Feuerwehrwettbewerben, bei denen es nur um Sekunden und Pokale geht. Alles, was gezeigt und gelernt wird, kann und wird im zukünftigen Einsatzgeschehen in die Arbeit der Helfer vor Ort einfließen und Menschenleben retten.

In einem Punkt waren sich die Beteiligten einig, wir machen weiter! Bei entsprechender Unterstützung werden wir aus Barcelona von uns hören lassen, denn da sind, für das Jahr 2007, die nächsten internationalen Wettbewerbe geplant.

Auch in Deutschland arbeitet man an einem Konzept, um die Unfallrettung weiter nach vorne zu bringen.

Michael von Geyso, stellv. Gruppenführer der 1. Gruppe in der Feuerwehr Ebstorf und Teamleiter bei der VU2006 in Osnabrück, war so freundlich mir im Email-Interview einige Fragen zu beantworten.

Wie seid ihr auf die VU aufmerksam geworden?
Unser Pressewart Philipp Schulze ist in erster Linie über das Internet aufmerksam geworden. Die Berufsfeuerwehr Osnabrück hatte dort Werbung für die Wettkämpfe gemacht. Um einen Platz sicher zu haben, hat er uns unverbindlich angemeldet. Er war der Meinung, dass die 18 Plätze zügig vergeben werden würden. Dann begann die Suche nach einem Team, das sich schnell als Selbstläufer entwickelte, da viele Kameraden Interesse zeigten. (Anmerkung S.C.: von 18 Plätzen waren nur 16 belegt.)

Gab es Probleme bei der Rekrutierung der Teammitglieder?
Da gab es überhaupt keine Probleme. Geeinigt haben wir uns dann auf acht Leute, ein Kameradin und sieben Kameraden. Ein gemischtes Team, wo wir, von der aktiven Dienstzeit her gesehen, junge und ältere integriert haben. Unsere einzige Kameradin im Team wart mit siebzehn auch die jüngste.

Wie groß war euer Übungsaufwand?
Der Übungsaufwand war sehr groß. Wir mussten Autos von einem etwa 20 Kilometer entfernten Schrotthändler holen, und natürlich auch die zerschnittenen PKW wieder zurück bringen. Das waren etwa zehn zehn Autos. Die Autos mussten verbeult, auf die Seite, aufs Dach und natürlich übereinander gestapelt werden. Das haben wir mit Hilfe eines Radladers gemacht. Der musste samt Fahrer geordert werden. Ebenfalls brauchten wir Hindernisse, wie Betonrohre und Baumstämme. Das Team musste sich regelmäßig treffen, nicht immer einfach abends in der Woche und an Wochenenden.

Wie sahen eure Übungsszenarien aus?
Die Übungsszenarien waren ähnlich wie in den Wettkämpfen.

Gab es Unterstützung von der Abteilung/Gemeinde? Oder musstet ihr alles selbst bezahlen?
Wir wurden durch Firmen in und um Ebstorf unterstützt (siehe auch auf unserer Hompage). Durch die Gemeinde kam da gar nichts.

Was ist euer Eindruck von der VU?
Sehr gute Organisation und super Stimmung. Kein Lästern, wie man es von den Eimerfestspielen aus der Bierbudenecke hin und wider mal hört.

Hat sich die Teilnahme gelohnt?
Die Teilnahme hat sich auf jeden Fall gelohnt.

Was nehmt ihr an Wissen/Erfahrungen von der VU mit?
Dass, was wir an Wissen beim Üben und natürlich auch während der Wettkämpfe bekommen haben, kann uns keiner mehr nehmen. Das Wissen wird natürlich an alle Kameraden der Feuerwehr Ebstorf weitergegeben. Beispiele: Sicheres und schnelles Abstützen durch das Stab-Fast-System, Einsatz von Spanngurten, Patientenschutz durch stabile Plastikfolien, Umgang mit Spineboard, und natürlich sicheren Umgang mit den hydraulischen Geräten.

Würdet ihr wieder kommen?
Wir sind auf jeden fall wider dabei.

Ihr seid die so genannten “Stromverteilerkasten-Killer”, wie ist das passiert? Wie habt ihr dieses tragische Erlebnis verarbeitet? ;-)
Wir haben den Zwischenfall mit dem Stromkasten mit Humor aufgenommen, da gab es nichts zu verarbeiten. Der Holzstamm lag, zum richtigen Greifen sehr ungünstig und er war für uns etwas schwer.

Hast Du Tipps für andere Feuerwehren im Bereich der THL oder VU?
Andere Feuerwehren sollten sich mit ihrem Gerät vertraut machen und viel üben. Wichtig ist es über den Tellerrand hinaus zu schauen. Das kommt den Menschen zu Gute, die uns um Hilfe bitten. Berufsfeuerwehr oder Freiwillige Feuerwehr ist den Menschen egal.

Ein paar Angaben zu deiner Wehr?
Wir sind eine Freiwillige Stützpunkfeuerwehr mit fünf Fahrzeugen und rund 65 aktiven Mitglieder. Wir liegen mitten in der Lüneburger Heide, im Landkreis Landkreis Uelzen, Niedersachsen. Ebstorf liegt in der Mitte zwischen Lüneburg und Uelzen.

Danke Michael von Geyso für das Interview.

Geschrieben von Stefan Cimander www.feuerwehr-weblog.de

Vergleichswettkämpfe Unfallrettung 2009
Ein Bericht von Cord Müller

Für Feuerwehr & Co. bilden die Begriffe "Osnabrück" und "Unfallrettung" längst eine feste Einheit. So fanden auch im dieses Jahr wieder die "Deutschen Vergleichswettkämpfe Unfallrettung" in altbekannter Umgebung statt. Die Ausnahme bildete nur der eigentliche Wettkampfort, denn an Stelle der bisherigen Viehmarkthalle trat eine Halle in einer ehemaligen englischen Kaserne. Hier sollten wieder einmal 10 Mannschaften ihr Können präsentieren. Natürlich darf darunter auch ein Team aus dem Landkreis Uelzen nicht fehlen. Dieses Jahr gelang die Teilnahme sogar zweien. Zum einen dem "EMS Uelzen"-"Emergency Medical Service Uelzen" unter der Flagge des Rettungsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes Uelzen und zum anderen dem "TRT Ebstorf"--"Technical Rescue Team Ebstorf" unter der Flagge der Freiwilligen Feuerwehr Ebstorf. Zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Hilfsorganisationen wurde bereits im Vorfeld zusammen trainiert. Das heißt Schrottfahrzeuge heranschaffen, möglichen Szenarien überlegen und sich gegenseitig beurteilen.

Das Resultat für TRT Ebstorf:

  1. Gesamtwertung Platz 9, Teamcaptain(Cord Müller) Platz 7 und Medic(Timo Schärling) Platz 1.

 Das Resultat für EMS Uelzen:

  1. Gesamtwertung Platz 7, Teamcaptain(Michael von Geyso) Platz 4 und Medic(Lars Jünke) Platz 8.

Der eigentliche Gewinn ist für jeden Teilnehmer in Osnabrück aber der Lerneffekt. Durch die Wertungen von führenden Instanzen auf dem Gebiet Unfallrettung bekommt man in Osnabrück immer wieder die Möglichkeit seine Arbeit zu verbessern und letztendlich dadurch den Menschen, die einem anvertraut werden, optimal Hilfe zu leisten.

Das gemeinsame Training am Ebstorfer Feuerwehrhaus zeigte den Einsatzkräften, dass es durchaus möglich ist sich, bei entsprechender Ausbildung, auch im Einsatzfall zu ergänzen. Das soll beispielsweise heißen, dass ein Angehöriger des Rettungsdienstes, der sowieso im Inneren eines Unfallwagens arbeitet sehr wohl auch mit technischem Gerät arbeiten können sollte, wenn dies für eine schnellstmögliche Rettung von Nöten wird. Gleichwohl sollte ein Feuerwehrmann soweit medizinisch ausgebildet sein, dass ihm klar ist, wie er eine Halswirbelsäule(HWS) mit oder ohne Immobilisation richtig zu stabilisieren hat.

Beide Teams können allen Interessierten aus entsprechenden Hilfsorganisationen nur wärmstens empfehlen sich eine eigene Teilnahme zu überlegen. Denn wie so oft ist auch hier der Weg das Ziel!

Rückblick auf die Vergangenen Vergleichswettkämpfe Unfallrettung

Rescue Challenge 2010 in Bremen

Mit zwei Teams nahm die Feuerwehr Ebstorf 2010 an der Rescue Challange teil. Bilder vom Wettbewerb sowie von den Übungsdiensten finden Sie hier.

Auch in diesem Jahr nimmt die Feuerwehr Ebstorf an der Rescue Challenge teil. Zu dieser geht es vom 01. - 03. Juli 2011 nach Sinntal.


Als Team startet aus Ebstorf:


  1. Philipp Schulze (Gruppenführer)

  2. Michael von Geyso (Innerer Retter)

  3. Patrick Meyer (Sicherungstrupp)

  4. Florian Becker (Sicherungstrupp)

  5. Marcus Schier (Gerätetrupp)

  6. Rüdiger Ehrck (Gerätetrupp)

Hier finden Sie einige Fotos vom Üben für den Wettbewerb.

„Gerd ist nach einem Verkehrsunfall mit seinem dunkelblauen Ford im Fahrzeug eingeklemmt. Sein

Gesundheitszustand wird zunehmend schlechter. Das Dach wurde von einem Baumstamm bis auf

seinen Kopf hinunter eingedrückt. Auf dem Beifahrersitz befindet sich ein Kindersitz…!“

So stellte sich eines von zwei Unfallszenarien bei der diesjährigen „Rescue Challenge“

(Vergleichswettkämpfe Unfallrettung) im hessischen Sinntal für die Feuerwehr Ebstorf dar.

Ausrichter war der VFDU, Verein zur Förderung des deutschen Unfallrettungswesens e.V. in

Zusammenarbeit mit der Feuerwehr Sinntal-Mottgers.


Es war der fünfte Wettbewerb dieser Art in Deutschland an dem nach intensiver Ausbildung und

langer Vorbereitung auch in diesem Jahr mit ausgesprochen gutem Erfolg ein Team der Ebstorfer

Feuerwehr teilnahm und sich mit 16 weiteren Mannschaften aus ganz Deutschland, Österreich und der

Schweiz, auf ausgesprochen hohem Niveau im Bereich der technischen Hilfeleistung bei

Verkehrsunfällen maß.


Wie in den letzten Jahren auch, galt es zwei Unfallszenarien abzuarbeiten bei der die 6-köpfigen

Teams ihre Leistungsfähigkeit und ihr Können den Schiedsrichtern sowie einer Vielzahl von

Zuschauern unter Beweis stellten. Selbstverständlich sind diese Szenarien den Teams vorher nicht

bekannt und somit ist ein „Vorbereiten“ nur bedingt möglich. Wie bei einem Realeinsatz muss sich der

Gruppenführer in kürzester Zeit einen Überblick über die Lage verschaffen und sein Team so

einsetzen, dass es diese Notfallsituation effizient, schnell, sicher und vor allem dabei auch

patientengerecht unter einer definierten Zeitvorgabe abarbeiten kann. TEAMARBEIT wird hier

großgeschrieben!


Gewonnen haben dabei grundsätzlich alle teilnehmenden Mannschaften eine Menge! Denn viele

Erfahrungen aus dieser Veranstaltung und den vorab sattfindenden Übungseinheiten konnten schon in

den allgemeinen Ausbildungsdienst unserer Feuerwehr einfließen und die Leistungsfähigkeit und

Effizienz zum Wohle der Unfallopfer in den leider immer noch häufig realen Einsätzen auf unseren

Straßen erheblich steigern.




















Im diesen Jahr starteten für die Feuerwehr Ebstorf: Philipp Schulze, Michael von Geyso, Patrick

Meyer, Florian Becker, Marcus Schier und Rüdiger Ehrck.


Ein besonderer Dank an dieser Stelle geht an unsere Sponsoren und Unterstützer, ohne die eine

Teilnahme an dem Wettbewerb nicht möglich gewesen wäre.


Ein herzliches „Dankeschön“ an


  1. Autohaus Kirscht, Ebstorf

  2. Autoverwertung Trumpf, Uelzen

  3. Lukas-Hydraulik, Erlangen

  4. Müller Immobilien, Ebstorf

  5. Müller`s Hausmacher Wurst, Ebstorf

  6. Semmler, Uelzen

  7. Sparkasse Uelzen / Lüchow-Dannenberg, Geschst. Ebstorf

  8. Haus Hoheneck, Ebstorf

"Wir sind soweit - es kann losgehen! Pfaffenweiler, wir kommen!"


Das Team der Freiwilligen Feuerwehr Ebstorf absolvierte am 04.06.12 ihr letztes Training.


Vom 30.06.-01.07.12 findet die Rescue Challenge in Pfaffenweiler statt. Das beste deutsche Team ist automatisch Deutscher Meister und darf bei der World Resche Challenge 2012 in London starten.


Diverse Trainingseinheiten erlegten sich die sechs Ebstorfer Brandschützer selber auf.

Viele Unfallszenarien, die verschiedene Rettungswege und die medizinische Versorgung des Patienten wurden geübt. Eine zeitintensive Vorbereitung, die alle neben ihrer Arbeit, dem Privatleben und dem normalen Feuerwehrdienst durchgeführt haben.


Jetzt liegt es in den Händen der Schiedsrichter die Arbeit der freiwilligen Einsatzkräfte zu bewerten.

Eine Arbeit, die die Feuerwehrkameraden gerne auf sich nehmen, dient sie nicht letztendlich allen in der Freiwilligen Feuerwehr Ebstorf und den Mitmenschen in Not.


Über das Resultat wird an dieser Stelle berichtet. Drücken sie uns die Daumen!

Es war Anfang Juli, als sechs Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Ebstorf den Schwarzwald in Richtung Norden verließen.

Im Gepäck, einen überdurchschnittlich guten 4. Platz in der Gesamtwertung der Rescue Challenge (RC) 2012. In Pfaffenweiler bewiesen die ehrenamtlichen Helfer vom 29.06. bis zum 01.07.12 unter den scharfen Augen der Schiedsrichter, dass sich das Training in der Heimat gelohnt hat. Eingebettet in das Fest zum 75-jähigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Pfaffenweiler gelang es der Vereinigung zur Förderung des deutschen Unfallwesens (VFDU) e.V. wieder einmal eine gute organisierte Veranstaltung, die allen Teilnehmern viel Spaß bereitete, auf die Beine zu stellen. Vielen Dank dafür!


Da es bei der RC neben der "Herausforderung" vor allem um den Austausch und die Weiterentwicklung gehen soll, werden alle die bekommene Kritik nutzen um ihre Arbeit im Einsatzdienst nachhaltig weiter zu verbessern. So kommt die Teilnahme an der RC allen Kameraden der teilnehmenden Feuerwehren und natürlich den hilfebedürftigen Bürgern zu Gute.


Sieger der Rescue Challenge 2012 wurde das Team "Technische Rettung Sinntal". Sie werden die Gelegenheit bekommen Deutschland bei der World Rescue Challenge zu vertreten.


Ein ganz besonderer Dank gilt an dieser Stelle allen Sponsoren und Unterstützern.



Text: Cord Müller ( Feuerwehr Ebstorf)

Fotos aus Pfaffenweiler

Sich der Herausforderung stellen, die Deutsche Meisterschaft, der captain, der medic, das team, rapid pit, standard pit, das sind alles Begriffe, die am letzten Wochenende in Storkow (Mark) eine besondere Rolle für uns und viele andere gespielt haben. Wer die Freiwillige Feuerwehr Ebstorf kennt, der weiß jetzt bereits, dass es wieder Zeit für die VFDU Rescue Challenge war.


Am 27. und 28. April 2013 stellten 14 Teams ihr Können in Sachen Unfallrettung unter Beweis. In Einsatznachbesprechungen gaben die Wertungsrichter den Teams ein Feedback zu der geleisteten Arbeit. Die hieraus entstehenden "learning points" dienen den Teilnehmern als Anleitung für das Training zu Hause und zur weiteren Verbesserung ihrer Leistungen. Dazu trägt natürlich auch das Beobachten und der Austausch mit den anderen Teams sehr stark bei.


Auch wenn eine Rangliste, ein 1. Platz, usw., entstehen, wird sehr großen Wert darauf gelegt, dass kein Wettkampfcharakter aufkommt. Denn gewinnen tun im Wesentlichen nicht alleine die Teilnehmer, sondern die Unfallopfer auf Deutschlands Straßen. Das erlernte Wissen und die geübten Fähigkeiten nutzen die teilnehmenden Feuerwehren schließlich um den Menschen in Not adäquat, sicher und schnell zu helfen, ihnen im Zweifelsfall das Leben zu retten. Dies sollte Ansporn genug sein!


An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass eine Teilnahme an der Rescue Challenge keine vorherige Qualifikation voraussetzt. Jede Feuerwehr, die sich der Herausforderung stellen und seine Fähigkeiten testen möchte, kann sich anmelden, üben und sich verbessern! Vielleicht sehen wir uns dann ja 2014, wir sind auf jeden Fall wieder dabei! Nähere Informationen erhaltet ihr unter www.vfdu.de und natürlich wieder bei uns!

Weitere Bilder aus Storkow



Text: Cord Müller (Feuerwehr Ebstorf)

Fotos: Philipp Schulze (Feuerwehr Ebstorf


Rescue Challenge 2012 - Pfaffenweiler

Rescue Challenge 2013 - Storkow (Mark)

Rescue Challenge 2014 - Heubach

„Eine verletzte Person auf der Fahrerseite eingeklemmt, Anna Du übernimmst die Patientenversorgung...!“ so begann der Einsatzauftrag durch Michael den Gruppenführer an das Team der Feuerwehr Ebstorf während der diesjährigen Rescue Challenge im baden- württembergischen Heubach am 24. Mai.

Die professionelle patientenorientierte technische Rettung in zwei unbekannten Unfallszenarien galt es auch in diesem Jahr wieder für das sechsköpfige Team unter den strengen Augen einer Vielzahl von Schiedsrichtern und Ärzten zu absolvieren.

Bewertet wurde ein 10, sowie ein 20 minütiges Szenario, welche sich im Anspruch deutlich unterscheiden. „Es ist immer wieder spannend nicht zu wissen was einem gleich für eine Unfalllage erwartet!“ sagte Marcus, einer der Teammitglieder. Somit kommt diese Art der Wettbewerbe der Realität schon sehr nahe.

Besonders erfreulich war auch der Start des Teams der Feuerwehr Lüchow.

Durch eine Vorführung der Ebstorfer bei dem Landesentscheid der Feuerwehren aus Niedersachsen 2013 in Soltendieck wurden die Helfer aus dem Nachbarlandkreis auf die VFDU-Wettbewerbe aufmerksam und meldeten sich prompt an.

Zweifelsohne legten sie auch wie die 15 anderen Teams eine hervorragende Leistung an den Tag. Alle an den Start gehenden Teams arbeiten auf einem sehr hohen Niveau, so die einhellige Meinung der Ausrichter.

Dieses zeigte sich ganz deutlich am Sonntag bei der Siegerehrung. Nur wenige Punkte trennten teilweise die Teams vom nächsten Platz.

Auch wenn der Lerneffekt im Vordergrund dieser Veranstaltung steht, durfte sich die Feuerwehr Ebstorf über einen Treppenplatz als Dritter bei der Bewertung des Gruppenführers, den vierten Platz beim sogenannten Inneren Retter und Platz fünf in der Gesamtwertung freuen.

An dieser Stelle möchten wir als Team die Gelegenheit nutzen und einmal mehr „Danke“ sagen.

Danke an alle die uns über die Jahre unterstützt haben, mit Rat und Tat, mit finanzieller Unterstützung zur Seite standen und stehen. Und die, die wir als selbstverständlich erachten und stets vergessen werden, sei es beim organisieren von Fahrzeugen, als „Unfallopfer“, beim Aufräumen, als Fan bei den Wettbewerben,...!

Danke für Eure unermüdliche Hilfe bei tausenden von Handgriffen und den inzwischen vermutlich unzähligen Stunden ohne die manches so nicht möglich wäre!!!


Weitere Bilder aus Heubach


Text: Philipp Schulze (Feuerwehr Ebstorf)

Foto: Florian Becker (Feuerwehr Ebstorf)